Meditation auf Reisen

Meditation auf Reisen

Du liebst das Reisen. Ob kleine Ausflüge oder größere Auszeiten. Doch auch wenn du zuhause eine stabile Yoga- oder Meditationspraxis hast, kann es sein, dass es dir auf Reisen schwer fällt, diese Routine einzuhalten. Zumindest geht es mir so! Ich war für zwei Wochen mit meiner Liebsten* in unserem Bus unterwegs. Van Life pur. Wir wussten nie, wohin es uns verschlägt, die einzige Prämisse: wir wollten ans Wasser. Ob und wie ich meine Meditationspraxis beibehalten habe und simple Tricks, um achtsam zu Reisen, erfährst du heute!

Auszeit für die Seele

Wir packten unseren Bus und los ging es. Richtung Süden. Und schon während der ersten Strecke änderten wir unser Ziel zwei mal und fuhren weiter, als wir es geplant hatten. Einfach, weil wir es konnten und den Raum hatten, unserem Gefühl zu folgen. So hielten wir es auch für die weitere Reise. Es sollte schließlich eine Auszeit für die Seele sein. Kein Stress. Kein Druck. Nur wir und die Freiheit. Dazu darf ich erwähnen, dass wir, meine Frau und ich, unser Leben in den letzten Jahren so gestaltet haben, dass wir keinen Urlaub brauchen. Es ist keine Flucht. Stattdessen ist es einfach ein willkommener Teilabschnitt auf unserer Reise durchs Leben.

Eines wird auf solch einer Reise im Bus natürlich schnell klar: es gibt kaum Möglichkeit zur Routine. Kleine Rituale helfen uns, uns stabil und verbunden zu fühlen. Wie zum Beispiel unser gemeinsames Frühstück, das immer eine kleine Kakaozeremonie ist. Wir ziehen oft eine Orakelkarte, planen den Tag und genießen einander.

Mit einer Meditations- oder Yogapraxis auf Reisen ist das so eine Sache. Zuhause kann es manchmal schon schwierig sein, sich den Raum zu nehmen, aber auf Reisen?

Ich bin oft zu aufgeregt ob der vielen Abendteuer, die draußen auf mich warten, wenn die Sonne langsam durch das Van-Fenster scheint und ich die Vögel draußen höre. Ich möchte dann direkt in den Fluss springen, den Rucksack packen und die Natur erkunden.

Es ist eine Art von „fear of missing out“.

Deswegen ist es für mich wichtig, eine Art der Meditation zu üben, die immer und überall umsetzbar ist.

Achtsam reisen

Meine Meditationspraxis darf abwechslungsreich sein. Je nachdem, in welchen Möglichkeiten ich mich befinde. Habe ich Raum, nehme ich ihn mir und tanze. Wild, sanft, klein. Was immer da ist. Sitze ich in Stille, genieße ich den inneren Raum. Auf Reisen ist die Achtsamkeit meine liebste Praxis.

Wir waren beispielsweise auf einer Hochalm. Während wir den Berg bestiegen, mussten wir auf jeden Schritt achten. Schritt, Atemzug, Schritt, Atemzug. Die Aussicht konnten wir dann bestaunen, wenn wir stehen blieben und uns ganz bewusst auf den Moment konzentriert haben. Laufen und gucken gleichzeitig führte direkt zum Stolpern – was teilweise ganz schön gefährlich werden konnte!

Das ist natürlich die harte Tour, Achtsamkeit zu lernen.

Wenn ich einen Städtetrip mache, nutze ich einfach mal 5 Minuten auf dem Klodeckel, um alle anderen Reize auszuschließen und nur mich wahrzunehmen. Meinen Körper, meinen Atem und meine Gedanken.

Und ganz egal, ob ich nun mit dem Bus reise, in einer Stadt bin oder in einer Ferienwohnung: das achtsame Essen ist etwas, was zu einer besonders liebevollen Praxis geworden ist.

5 Tipps für die Meditation auf Reisen

Beobachte deinen Atem

Meditation muss nicht kompliziert und aufwendig sein. Deinen Atem hast du immer dabei. Nimm dir fünf Minuten, nur deinen Atem wahrzunehmen. Falls du Unterstützung dafür haben möchtest, schaue HIER nach und du findest kostenfreie geführte Meditationen.

Gehe in Meditation

Wie den Weg auf die Hochalm, kannst du jeden kleinen Gang zu einer Gehmeditation machen. Auch hier ist die Achtsamkeit der goldene Schlüssel. Nehme deine Füße beim Gehen ganz bewusst wahr und lasse deinen Atem seinen eigene Rhythmus finden. HIER findest du eine kostenlose Gehmeditation, die du auch für die Meditation auf Reisen nutzen kannst.

Achtsam essen

Wie oft snacken wir schnell eine Kleinigkeit und nehmen kaum wahr, was es überhaupt war? Besonders auf Reisen dürfen wir unseren Körper nähren! Er trägt uns, ermöglicht uns diese wundervollen Erfahrungen. Nimm dir Zeit zum Essen, genieße jeden Bissen und danke den Elementen, die die einzelnen Zutaten geschaffen haben. So kann ein Stück Brot oder ein Apfel zu einer tiefen, innigen Meditation werden.

Nimm deinen Körper wahr

Schließe deine Augen und beginne, deinen Körper zu scannen. Jeden einzelnen Zeh, deine Fußsohlen, deine Knöchel…lasse dir Zeit, um jeden wunderbaren Teil deines Körpers zu beobachten. Jedes Detail darf hier wahrgenommen werden, ohne dass ein Urteil dazu stattfinden muss.

Lass los!

Das ist etwas, was mich auf dieser Reise geprägt hat. Das Loslassen. Go with the flow. In unserer perfekt geplanten alltäglichen Welt, erlauben wir es uns kaum noch, spontan zu sein. Umso schöner ist es, wenn wir unsere Gedanken und Pläne loslassen und unserer inneren Stimme folgen.

Meine Frau und ich haben da so sehr kultiviert, dass wir immer liebevoll den Platz verließen, wenn wir spürten, dass es Zeit war, weiterzureisen. Und jedes Mal haben wir einen wunderbaren neuen Ort gefunden, sind rechtzeitig abgefahren, um dem Hochwasser zu entkommen und haben zauberhafte kleine Präsente der Natur erhalten.

Wie erlebst du deine Yoga- und Meditationspraxis auf reisen? Lasse es mich doch gerne auf Instagram und Facebook wissen oder schreibe mir eine e-Mail an judith{ät}seewithyourbody.de

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