Negative Glaubenssätze und wie Du sie überwindest

Willkommen 2021, ein neues Jahr, aber alte Glaubenssätze

Ich persönlich mag es, wenn ich mir selbst auf die Schliche komme. Und dieses Jahr zu Silvester, zu dem heiligen Jahresübergang, durfte ich noch einmal tief in meine Glaubenssätze hineinspüren. 

Denn sie sind genau dort wunderbar erfahrbar, wo wir nicht so recht durchstarten. Dort, wo wir zögern, nicht ins Wachstum kommen und uns selbst immer wieder sabotieren.

Denn vielleicht geht es Dir ähnlich: Du kennst Dein Ziel, Du weißt, was Dich glücklich machen würde, aber es fühlt sich an, als würdest Du feststecken. Manchmal gibst Du Vollgas und all Deine Energie in Deine Träume, aber am Ende scheinst Du lediglich erschöpft und kaum einen Zentimeter weiter zu sein.

Grund dafür können negative Glaubenssätze sein, die Dich wie ein Anker festhalten.

Wir alle haben Überzeugungen von unserem Wesen, unseren Talenten und unserem Können, die uns stark in unserem täglichen Leben beeinflussen. Manche von ihnen sind bewusst, andere Glaubenssätze sind unbewusster Natur und bedürfen etwas Ausgrabungsarbeit, um an sie heranzukommen. 

Es gibt natürlich auch positive Glaubenssätze und manche Menschen scheinen mit einem ganzen Sack voll solcher positiven Überzeugungen gesegnet zu sein. So zum Beispiel ein Freund von mir. Seine Schritte sind stets dynamisch. Er nimmt sich seinen Raum, reagiert souverän auf Kritik. Seine Überzeugung ist, dass er ein reflektierter Mensch, voller Talente ist. Er weiß um seine Wirkung, ist charmant und mit einem Augenzwinkern kann ich Dir verraten: er kann sich auch aus Situationen herausreden. Denn er weiß auch, dass er ein guter Redner ist.

Ich saß also zu Silvester da, vor mir mein Journal und reflektierte verschiedene Bereiche meines Lebens. Und bei einem merkte ich förmlich, wie ich innerlich immer kleiner wurde. Mein Körper reagierte stark und es endete damit, dass ich jammernd auf der Couch lag und mir ein Kissen über den Kopf zog. Meine Liebste fragte mich: „Was ist los?“, und ich konnte nur antworten: „Ich bin SO genervt von mir!“. Denn Glaubenssätze können nervig sein. Dieser innere Kritiker, der uns einfach nicht loslassen will und uns daran hindert, endlich das Leben zu führen, das wir uns wünschen. 

Glaubenssätze sind nicht unser Naturell. Wir kommen auf die Welt und sind wie ein unbeschriebenes Blatt. Im Laufe unseres Lebens machen wir Erfahrungen und treffen auf Menschen, die unsere Sicht auf uns und unser Können stark beeinflussen. Besonders negative Erfahrungen machen uns länger zu schaffen. Der Neurologe Rick Hanson erklärt das so: unser Gehirn verarbeitet positive und negative Erfahrungen in unterschiedlichen Hemisphären und setzt mehr Denkkraft zur Verarbeitung von negativen Emotionen ein. Das bedeutet, dass wir uns länger und intensiver, bewusst und auch unbewusst, mit für uns negativen Erfahrungen und Emotionen beschäftigen.

Solche Erfahrungen hinterlassen also einen stärkeren Eindruck in unserer inneren Landkarte und unser Gehirn sucht stets immer wieder eine Bestätigung von den Glaubenssätzen, die daraus resultieren.

Zum Beispiel hast Du irgendwann das Feedback bekommen: „Das kannst Du ohnehin nicht!“, sei es nun ein Musikinstrument spielen oder allein reisen. Kochen, geliebt werden oder tanzen. 

Täglich sucht dann unser Gehirn Vergleiche und sieht bei anderen, was sie alles können und bei uns selbst, was wir NICHT können.

Die Liste negativer Glaubenssätze ist gefühlt unendlich. Manche sind sehr offensichtlich, andere hingegen subtil und erst auf den zweiten Blick als solche erkennbar. Ich möchte Dir dennoch ein paar Beispiele nennen und Dich zugleich einladen, Dir einen Moment Zeit zu nehmen, zu reflektieren und Deinen Glaubenssätzen Raum zu geben:

  • Ich bin zu klein/schwach/alt/jung dafür
  • Ich bin nicht gut genug
  • Ich bin es nicht wert
  • Ich werde nicht ernst genommen
  • Das Leben ist gefährlich
  • Das Leben ist ungerecht
  • Ich bin an allem Schuld
  • Meine Eltern sind an allem Schuld
  • Ich bin besser allein dran
  • Ich komme nicht mit anderen Menschen klar
  • Keiner versteht mich
  • Man muss die Zähne zusammenbeißen
  • Warum passiert mir das ständig?
  • Das war ja so klar!
  • Lohnt sich doch eh nicht.
  • Ich bin ein*e Außenseiter*in.
  • Frauen können das eh nicht.
  • Geld stinkt.
  • Ich weiß einfach nicht, wohin ich gehöre.
  • Mich fragt man ja eh nicht.

Was empfindest Du, wenn Du diese Worte liest?

Sie zu schreiben lösen ein tiefes Mitgefühl in mir aus. In einigen konnte ich mich sehen. Oder besser gesagt: mein inneres Kind. Andere gehen mir fast täglich selbst über die Lippen!

Die Bewusstmachung Deiner negativen Glaubenssätze ist der erste Schritt, um sie aufzulösen und letztlich durch positive zu ersetzen. Dazu hilft es, sie noch einmal klar vor sich zu sehen.

Wie an Silvester kannst Du die verschiedenen Aspekte Deines Lebens natürlich an jedem anderen Tag auch reflektieren. 

Wenn Du möchtest, kannst Du jetzt direkt einen Zettel und einen Stift zur Hand nehmen und Deine Glaubenssätze in den verschiedenen Bereichen herauskristallisieren:

  1. Liebe und Beziehungen (Beispiel: „Ich bin es nicht wert, geliebt zu werden“, „Ich bin allein besser dran.“)
  2. Kreativität und Karriere („Ich kann das eh nicht.“, „Ich bin zu alt dazu.“)
  3. Geld und Business („Das braucht doch niemand.“, „Ich halte einfach nie durch.“, „Man muss eben die Zähne zusammenbeißen.“)
  4. Körper und Gesundheit („Ich bin zu …. dafür.“, „Immer bin ich krank.“)
  5. Leben und Schicksal („Das war ja so klar.“, „Immer passiert mir das.“)

Es gibt noch weitere Aspekte wie Reisen, Träume, Ziele. Du entscheidest natürlich selbst, wie tief Du einsteigen möchtest!

Wenn Du nun Deine Glaubenssätze kennst, wird es Zeit, sie endlich loszuwerden! Es gibt dazu zwei Möglichkeiten:

Der mentale Weg. Du überzeugst Dich selbst, dass diese Glaubenssätze nicht wahr sind und schaffst Raum für positive. 

Für mich hat dieser Weg nur bedingt funktioniert. Wie Du vielleicht weißt, bin ich ein sehr körperlicher Mensch. Mir hilf es stets, auch meinen Körper zu involvieren, denn er hat so viele gespeicherte Informationen in sich! Emotionen, Erfahrungen und eben Glaubensmuster.

Deswegen habe ich eine bewegte Meditation entwickelt, die auch Dir hilft, aus Deinem Sumpf aus Glaubensmustern herauszukommen. Du wirst mit ihr mehr Leichtigkeit in Dein Leben einladen und Dich von alten, dich hindernden Überzeugungen loskommen.

Lade Dir HIER Deine Meditation herunter, um Deinen Weg zu klären.

 

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