Negative Glaubenssätze und wie Du sie überwindest

Willkommen 2021, ein neues Jahr, aber alte Glaubenssätze

Ich persönlich mag es, wenn ich mir selbst auf die Schliche komme. Und dieses Jahr zu Silvester, zu dem heiligen Jahresübergang, durfte ich noch einmal tief in meine Glaubenssätze hineinspüren. 

Denn sie sind genau dort wunderbar erfahrbar, wo wir nicht so recht durchstarten. Dort, wo wir zögern, nicht ins Wachstum kommen und uns selbst immer wieder sabotieren.

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3 Wege der Manipulation

„Manipulation“ klingt irgendwie so falsch, fast bösartig. Wir verbinden das Wort „Manipulation“ mit dem Wunsch, andere dazu zu bringen, das zu tun, was wir von ihnen möchten, das sie tun. Oder denken. Oder fühlen. Nur würden wir niemals sagen, dass wir einen Menschen manipulieren wollen würden, sondern wir möchten, dass er oder sie uns mehr liebt, besser von uns denkt oder gewisse Sachen nicht denkt, dass er oder sie in einer anderen Art und Weise handelt, die uns besser gefällt. Wir sagen dann: „Ich möchte, dass du mich liebst.“, oder „Wie schaffe ich es bloß, dass andere besser von mir denken?“, und nennen das nicht Manipulation, sondern verpacken es in Watteworte.

Eigentlich ist das sehr unschön. Aber es gibt sie dennoch, die 3 Wege, andere zu manipulieren, ohne, dass du dein Karma völlig erzockst.

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Kann Musik heilen?

Dass Musik einen Einfluss auf unsere Stimmung hat, ist nichts neues. Wenn wir zufällig einen Song hören, der uns gefällt, bewegt sich sofort etwas in uns. Beim Autofahren klopfen wir den Takt auf dem Lenkrad oder singen direkt lauthals mit, hören wir auf der Straße Musik, verändert sich unser Gang, er wird leichter, taktvoller oder kräftiger. Aber auch das Gegenteil kann der Fall sein: waren wir in dem einen Moment noch happy und hören melancholische Musik, können wir leicht mit den Gedanken abrutschen und selber in düstere Gefühle gleiten. Aber wie alles in Leben brauchen wir beide Seiten der Gefühls- und Musikwelt, wenn wir heilen wollen.

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Yoga und Minimalismus

Minimalismus – durch Yoga zum Wesentlichen

Wenn ich mir die Yogaszene so anschaue, kann man mittlerweile oftmals mehr von einer Marketingszene sprechen. Viele praktizieren Yoga, weil man hier unfassbar gut verkaufen kann. Sich und seine Produkte. Von Glasflaschen, die energetisiertes Wasser per Mandala auf high Vibes halten, über nahezu selbstreinigende Matten bis hin zu detox-vegan-glutenfree-sugarfree-allesfree-Yogasnacks für 4,99€ das Stück. Ich steh auf Energien, tolle Matten und Snacks (vegan, glutenfrei, zuckerfrei, wasauchimmer), aber warum ich lieber minimalistisch Yoga praktiziere und warum du es ausprobieren solltest, erfährst du in diesem Artikel.

Yoga auf dem Bettvorleger

Wenn ich sowas schreibe, fühle ich mich fast ein bisschen alt. Aber: damals habe ich noch Yoga auf dem Bettvorleger gemacht. Ich bin ein Mensch mit vielen Interessen. Deswegen habe ich auch schon vieles ausprobiert und manches davon beibehalten, anderes wieder aus meinem Leben gekickt. Wie zum Beispiel das Boxen. Es hat Spaß gemacht, ich steh auf hartes Zirkeltraining, aber so richtig wollte es mir nicht gelingen, jemandem eins auf die Mütze zu geben. Trotzdem hatte ich da schon einige Euros für das Equipment ausgegeben. Als ich dann also mit Yoga anfing, startete ich erstmal auf meinem Bettvorleger, anstatt viel Geld für eine Matte auszugeben, nahm einen Schal als Yogagurt und zwei dicke Bücher waren meine Yogablöcke. Das hatte etwas romantisches an sich. Und war zu dem Zeitpunkt auch völlig ausreichend. Ich richtete mir eine kleine Yogaecke ein, wo ich dann meinen Bettvorleger feierlich entrollte, ein Räucherstäbchen anzündete und per YouTube entspannende Musik anmachte. Durch dieses kleine Ritual wurde mein Bettvorleger die beste Yogamatte, die ich mir hätte vorstellen können und die Basis von meiner heutigen Yogapraxis.

Praktisch vs. Überflüssig

Es gibt in der Yogawelt natürlich praktisches Zubehör, das das Ausführen und Halten von Asanas vereinfachen und teilweise auch sicherer machen kann. Yogablöcke werden beispielsweise dazu benutzt, den Arm zu verlängern, so dass man den Rücken gerade halten und dennoch in Trikonasana, das Dreieck, kommen kann. Besonders zu Beginn der Yogapraxis neigt man dazu, sich zu übernehmen und ungesunde Haltungen einzunehmen. Yogablöcke können dabei echt hilfreich sein! Ich hatte damals einfach zwei dicke Bücher. Das war weniger praktisch, aber hat vorerst ausgereicht. Heute benutze ich Yogablöcke aus Kork. Sie sind griffig und minimalistisch und lenken mich nicht während meiner Praxis ab. Ein Yogagurt hat den gleichen Sinn, nur in anderen Asanas: man kann sich gerade halten, den Fuß in eine Schlaufe legen und so beispielsweise die Vorwärtsbeuge rückenschonend ausführen. Für mich reichte zunächst ein Schal aus. Mittlerweile benutze ich einen Gurt aus schlichtem Jute. Auch hier: absolut praktisch, ausreichend und nicht ablenkend. 

Es macht Spaß, neues auszuprobieren und verspielt an die Sache zu gehen. Ganz ehrlich, als ich das erste Mal einen richtigen Gurt und richtige Blöcke mit auf der Matte hatte, ging erstmal das große Experimentieren los. Wohin kann ich meine Beine ziehen, wie lange kann ich auf dem Klotz balancieren, wie fühlt sich ein Spagat auf zwei Blöcken an… Die Matte wurde zum Spielplatz, „bis einer weint“. Ich habe natürlich nicht geweint – mich nur vielleicht etwas übernommen.

Du bist nicht deine Items

„Du bist nicht dein Auto. Du bist nicht das Geld auf meinem Konto“, sagte Tyler Durden in „Fight Club“. Hätte Yoga damals schon seinen Boom gehabt, hätte er vermutlich auch gesagt: „Du bist nicht das Mandala auf deiner Matte. Du bist nicht die goldene Applikation auf deinem Yogagurt…“. 

Bei dem ganzen Überfluss an Möglichkeiten, hatte ich irgendwann das Gefühl, ich müsste dringend auch eine schnieke Matte haben. Mit irgendwas hippen. Gerade so, als wäre sonst meine Yogapraxis nichts wert. „Ist es überhaupt Yoga, wenn ich es nicht auf einer Yogamatte mache?“, kam mir in den Sinn und ich begab mich auf die Suche nach einer geeigneten Matte. Es dauerte tatsächlich Wochen, bis ich mich dazu entschlossen hatte, welche ich nicht haben will und völlig überfordert die Suche aufgegeben hatte. Um ehrlich zu sein fühlte ich mich richtig schlecht: ich hatte nicht viel Geld und somit fielen viele Matte raus. Also tat ich das einzig vernünftige und wünschte mir einfach eine zu Weihnachten. Keine konkrete Matte, sondern irgendeine. Schließlich hatte ich meine Grundausbildung auf dem Bettvorleger gemacht, da wäre jegliche Matte ein Fortschritt.

Aber das Gefühl, kein „vollwertiger Yogi“ zu sein, war bitter. Keine Leggings, keine Blöcke, kein nichts.  Ohne es zu wissen, wurde ich mit dem vierten Yama aus dem achtgliedrigen Pfad konfrontiert: Das Nichtanhaften und Bescheidenheit. Macht es denn einen Unterschied, ob ich nackend auf dem Bettvorleger Yoga mache oder in der Leggings für über 70 Euro auf der Matte, die beschaffen ist wie jede andere, aber ein teures Muster hat? Matte und Klamotten sind nur praktische Zusätze, die die Praxis erleichtern, aber nicht deinen Wert als Praktizierende*r bestimmen sollten. 

Reise mit leichtem Gepäck

Und plötzlich ist die Yogawelt sehr greifbar: wie oft versuchen wir in unserem Alltag, uns über unsere Käufe zu definieren? Darüber, was wir an Klamotten tragen, welches Auto wir fahren oder wie „hipp“ unser Schmuck ist? In der Yogaszene sind es gerne solche Items, die auf einmal darüber entscheiden, wie sehr man dazu gehört. Dabei ist das Reisen mit leichtem Gepäck viel angenehmer. Schließe einmal die Augen und stell dir vor, dass deine Yogapraxis nicht durch deine Matte oder deine Mala definiert werden würde. Stell dir vor, du bräuchtest den ganzen Krempel, den du online bestellt hast, gar nicht, sondern könntest mit leichtem Gepäck reisen. Denn letztlich ist es genau das: das Leben ist eine Reise, Yoga ist eine Reise und am Ende, wenn wir in Savasana liegen (im Yoga wie im Leben), kannst du deine Blöcke und Flaschen und was nicht alles nicht mitnehmen. Du hast es vielleicht auf dem Weg mit dir rumgeschleppt, aber glücklicher bist du dadurch nicht geworden.

Es spricht absolut nichts dagegen, sich auch mal das neuste Design zu gönnen. Ich steh mittlerweile auch einfach auf gute und faire Verarbeitung, so dass mich eine rutschfeste Matte während meiner Yogapraxis glücklich macht. Es ist schön, wenn man spürt, wie manche Asanas einfach besser klappen, wenn das Equipment stimmt. Aber das geht auch völlig ohne Einhornglitzer und Schnickschnack. So wie es sich auf einer neuen Matratze im Bett besser schlafen lässt, unabhängig davon, welches Muster sie hat.

Anstatt dich also zu stressen und unnötig viel Geld auszugeben, entspann dich! It´s Yoga! Yoga darf minimalistisch sein. Wenn man den ganzen Klimbim weglässt, wird Yoga pur und ehrlich. Da gibt es keinen Krams, hinter dem ich mich verstecken könnte. 

Minimalismus und die Klarheit

Wenn ich dann nicht mehr ablenkt bin, wird mein Geist plötzlich klar. Da ist kein fancy Getue oder Glitzer, der mich vielleicht ein bisschen mehr „eso“ aussehen lässt, sondern nur ich, mit meinem Körper, meinem Geist und meiner Seele und der Blick dafür, was ist. Wenn ich dieses „was ist“ anschaue, dann werden auch Challenges überflüssig. Das Vergleichen, wer das schönere Equipment hat, kann langsam ausfaden – das „was ist“, ist völlig unabhängig von anderen. Es braucht kein Bewerten, sondern ein stilles Beobachten. Ganz minimalistisch also. 

Das gleiche passiert auf Reisen oder in unserer Wohnung: der Blick wird klar, unser Rucksack ist leichter. Wir können uns auf die schöne Aussicht konzentrieren anstatt darauf, was wir heute Abend anziehen – weil wir gar nicht so viele Auswahlmöglichkeiten haben. 

Und mit diesem Abschälen von äußerem Materialismus kommen wir uns endlich selber näher. Wer begegnet mir, wenn ich das Gedöns weglasse, mit dem ich mich selber zuschütte? 

Sammle, aber Erfahrungen

Nach wenigen Monaten der Yogapraxis haben viele von uns einen eigenen Yogashop zuhause. Matten, Klamotten, Bücher, Plakate, Gurte… so weit das Auge reicht. Wir Menschen sind dazu veranlagt, zu sammeln und wir versuchen, uns zu bereichern. Doch das einzige, was wir wirklich sammeln können, sind Erfahrungen. Sowohl äußere als innere. Es sind die Erinnerungen und die Momente, die uns wirklich reich machen – das klingt jetzt sehr nach Kalenderspruch, aber im Yoga heißt es, dass es nicht darauf ankommt, möglichst schnell eine neue Pose zu lernen, sondern darauf, was auf dem Weg dorthin passiert. Die Erfahrungen, die du auf diesem Weg machst, sind entscheidend. 

Atme dich frei

Atemtechniken für mehr Raum

Ist dir schon einmal aufgefallen, wie sehr sich dein Atem verändert, wenn du gestresst bist oder dich dann entspannst? Ganz automatisch wandert unsere Atmung von unserer natürlichen Bauchatmung nach oben in den Brustkorb. Die Atemzüge werden schneller und flacher und ehe wir uns versehen, sind wir in einem Atem-Gefühls-Kreislauf. Denn unsere Atmung hat einen direkten Einfluss darauf, wie wir uns fühlen. Möchtest du mehr Freiheit atmen? Dann lies weiter!

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Die Kunst, einfach zu fühlen

Doppelte Emotionen – die Kunst, einfach zu fühlen

Im Laufe des Tages durchleben wir eine Reihe von Gefühlen. Direkt beim Aufstehen ist da bereits eine Laune, wir fühlen uns gut oder schlecht und schon wenige Minuten später kann die Welt anders aussehen. Wir erinnern uns entweder an etwas schönes oder schlimmes, das am Vortrag passiert ist, daran, dass wir gleich in ein Büro müssen, oder wir sind neben dem Menschen aufgewacht, den wir vielleicht gar nicht mehr lieben. Was auch immer es sein mag: nach der ersten Emotion folgt direkt ein Echo, eine zweite, die das erste Gefühl beurteilt. Natürlich steigt auch unser Geist direkt mit ein oder hat dieses Echo-Gefühl sogar ausgelöst und binnen von Sekunden hat sich die Welt wieder ein Stückchen verändert. Doch was wäre, wenn wir lernen würden, einfach zu fühlen?

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